Zurzeit würden die Mietkosten im ersten Jahr noch voll übernommen, egal, ob sie angemessen seien oder nicht. “Diese Regelung muss ersatzlos gestrichen werden”, forderte Spahn.
Jo, instant Obdachlosigkeit. Läuft bei dem.
Das ist halt auch eiskalt gelogen, selbstverständlich gibt es Obergrenzen für das, was als angemessen gilt. Die sind nur von Stadt zu Stadt verschieden.
Vermutlich nicht (auch wenn er das gerne hätte), aber halt garantiert Zwangsumzug in eine beschissene Gegend ohne Perspektiven.
Mal wieder ein perfektes Beispiel, dafür dass es einfach nur ums Arbeitslosen bashing geht, anstatt um konstruktive Problemlösungen. Man kann generell durchaus diskutieren, in wieweit Mietübernahmen derzeit eventuell in manchen Teilen zu hoch sind und Vermietern zugute kommen. Die Lösung hierfür wäre jedoch massiv mehr sozialer Wohnungsbau.
Aber gerade im ersten Jahr macht es halt extrem viel Sinn Leute in ihrem gewohnten Umfeld zu halten. Das ist vermutlich eine der besten Maßnahmen, um die Chancen zu erhöhen die Zeit zwischen Jobs zu minimieren. Ein direkter Rauswurf würde vermutlich einfach zu mehr Ghettoisierung führen, was dann passender Weise Spahn’s Weltbild bestätigen würde, wenn sinch Orte bilden, an denensich einfach strukturell ärmere Schichten sammeln. Wobei es natürlich nicht als strukturelles Problem, sondern persönlicher Makel dargestellt würde.
eine beschissene Gegend ohne Perspektiven
Vielleicht motiviert das ja die Bevölkerung, etwas zu tun, dass es diese Gegenden in der Stadt nicht mehr gibt? Irgendjemand wohnt ja dort.
Arbeiter und Arbeitslose waren in der Vergangenheit weitgehend nicht in der Lage, ihren Interessen entsprechend zu wählen, und die paar Prozent der Bevölkerung, die dann zusätzlich in “Problemvierteln” wohnen, werden daran kaum etwas ändern. Und damit sich etwas an der Regierungspolitik zum Positiven ändern, muss noch deutlich mehr passieren.
Es sollen ja nicht die was ändern, die in Problemvierteln wohnen, sondern alle, und insbesondere die, die arbeitslos werden können.
Die, die arbeitslos werden können haben ja einen Job. Denen wird gesagt, dass sie auf die “faulen” Arbeitslosen sauer sein sollen, weil die nicht wie sie 8 Stunden am Tag in irgendeinem Scheißjob hängen und trotzdem Geld kriegen. Leider frisst ein Großteil davon diese Propaganda, ohne die größeren Zusammenhänge zu erkennen und wählt Parteien, die Arbeitslosen das Leben so schwer wie möglich machen wollen.
Genau das ist das Problem. Und egal wie unrealistisch es ist, genau das Problem muss gelöst werden, wenn sich was ändern soll.
Diese Motivation gibt es jetzt schon. Allen ginge es besser, wenn wir die “Ghettos” und sozial schwachen Bereiche fördern würden. Genau wie es allen besser ginge, wenn man in erneuerbare Energie investiert.
Stattdessen wollen einige Akteure die Bedingungen jetzt noch schlimmer machen.
Wer meinst du denn, sollte da was genau tun?
Parteien wählen, die ÖPNV aufbauen und die Viertel anbinden. Dazu Stadtplanung, die die Minimalversorgung mit Lebensmittelläden und ähnlichem sichert.
Glaubst du wirklich, das wär das Ergebnis der Abschaffung der Regelung?
Nein, und auch nicht das Ziel bei der Abschaffung der Regelung. Es ist nur meine Meinung zu Problemvierteln. Unabhängig von Spahn sollten sie nicht existieren.
Dqnn verstehe ich nicht, warum du diesen Nebenschauplatz in dieser Diskussion eröffnest. Dein erster Kommentar klang nach “Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, diese Regel abzuschaffen, weil dann tut sich vielleicht etwas gegen Ghettoisierung und Gentrufizierung.”
Gut, du hast jetzt erklärt, dass du das nicht so meinst, aber dann ist das halt eine andere Diskussion.
Ich gehe offiziell die Abschaffung von Spahn an.






