

Ich habe gestern Dredge vollständig durchgespielt und war ganz gut unterhalten. Es ist anfänglich eine sehr tolle Atmosphäre, die zum Ende hin aber etwas abbaut, da die Spielmechaniken das ganze Mysterium etwas verblassen lassen und es mehr wie abarbeiten wirkt. Aber das liegt eben auch daran, dass ich die 100 % voll haben wollte und jeden Fisch gesucht habe. Wenn man nur die Hauptgeschichte + DLC verfolgt, ist es sicherlich atmosphärischer.
Man spielt einen Fischer in einen Gebiet bei dem nach und nach die Fische nicht ganz so gewöhnlich aussehen und eventuell ein paar Augen oder auch Finger zu viele haben. Die Atmosphäre ist Lovecrafts Werken entlehnt, also maritimer Eldritch Horror, wobei es spieltechnisch vor allem ein Bootmanagementsimulator ist mit Minispielen für das Fangen der Fische und anschließendes Inventarmanagement.
DLC ist aber auch ein guter Stichpunkt für Kritik. Da hat der Publisher mit dem Blackstone Key auch ganz schön dreist einfach zwei mittelgute Startgegenstände als DLC verpackt, ohne Geschichte oder irgendwas, das ist schon frech. Die zwei großen StoryDLCs waren ganz OK und im Rabatt alle mal zu empfehlen, aber für die 100 % aller Fische fangen war dann wiederum beim EisDLC ein ziemlich dummer Moment, wo ich schon alles hatte und nur diesen einen letzten Fisch noch fangen musste. Das ging nur durch herum fahren und durch Zufall den Fisch fangen. Das hat dann rund 20 Minuten gekostet, während dessen ich auf dem zweiten Monitor ein Video geguckt habe. Das war jetzt kein glorreicher Abschluss des Spiels, sondern eher ein Na endlich.
Also für so gemütlich spielen ist das Spiel ganz gut, aber für 100% hat es schon nervige Anteile, zu mal es auch keinerlei wirkliche (Story)Belohnung oder so für die Vervollständigung des Fischbuches gibt. Also sehr guter Start mit abflachendem Ende.

Ich bin immer noch am überlegen ob ich The Boys mir anschauen will oder nicht. Ich bin mal auf deine Meinung nach angucken aller derzeitigen Folgen gespannt, ob die Qualität weiterhin so hoch bleibt.