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Cake day: November 29th, 2024

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  • Deren Leistungen sind aber heute noch viel flächendeckender privatisiert, so dass da ggf. gar nicht mehr genug Stellen sind. Die meisten Pflegedienste, Kindergärten, Krankenhäuser sind ja mittlerweile private Entitäten.

    Viele Bufdis oder FSJler sind ja heute in privaten Einrichtungen. Selbst wenn das gGmbHs sind, ist das oft zur Bereicherung.

    Bei den beiden Kindergärten, in denen unsere Kinder sind und waren, haben das so gemacht: sind gGmbHs, die dadurch relativ leicht als Einsatzstelle für Freiwilligendienste qualifizieren. Die hatten beide dann aber GmbHs als Dienstleister beauftragt (einmal für Personalabwicklung, einmal für IT- und Servicetätigkeiten), wo dann der Ehemann der Einrichtungsleitung seitens der gGmbH Gesellschafter oder Geschäftsführer war ¯\_(ツ)_/¯.

    Summasummarum: wenn man dem jetzigen Zustand wieder Zivis gibt, werden die zur Gewinnmaximierung eingesetzt. Wenn man sie konsequent nur in staatlichen Einrichtungen unterbringen will, um das zu vermeiden, hat man vmtl. nicht genug Ziviplätze.




  • Mir geht’s halt immer um diese random “Du liebst Putin, also ist die Diskussion hier zu Ende”-Takes.

    Als Analogie: bei Straftaten gibt es auch immer Streit um das Strafmaß. Beliebtes, hochemotionales Thema: Vergewaltigungen. Die einen wollen am besten die Todesstrafe und vorher Eier abschneiden, die anderen wollen irgendwie Resozialisierung und ein präventives, aber menschliches Strafsystem. Wenn man Letzteren jetzt immer unterstellt, dass sie ja Vergewaltiger lieben, nur weil sie nicht die Todesstrafe wollen…fühlt man sich vielleicht gut, aber es stimmt halt nicht: niemand mag Vergewaltiger.

    Die Gegenrede, ohne dass man automatisch Putin liebt, ist halt: Abschreckung hat leidlich gut im Kalten Krieg funktioniert (leidlich, weil frag’ mal die Länder, die Opfer von Stellvertreterkriegen wurden, aber “funktioniert”, weil die unmittelbar beteiligten Staaten nicht im Krieg waren). Das ist aber historisch eine große Ausnahme. Ansonsten führte jede Aufrüstung in Todesspiralen. Niemand hat je angefangen, alle haben sich immer nur verteidigt. Aber klar: wenn ich aufrüste, fühlt mein Gegner sich bedroht. Irgendwann entlädt sich das.

    Was kann man ohne Aufrüstung (zunächst) gegen Putin tun? Endlich mal richtig sanktionieren, wir verfeuern halt immer noch chillig russisches Gas. Auch da sanktionieren, wo man der eigenen Wirtschaft schadet. Das könnte man ja abfedern. Im Moment wollen wir irgendwie den Kuchen haben und essen.

    Internationale Allianzen befördern, um auch andere Staaten zur Sanktionierung zu bewegen. Geld bewegt viel. Man kann ja Indien bessere Deals anbieten, wenn sie auch aufhören russisches Gas zu kaufen.

    Wenn man unbedingt abschrecken will, könnte man auch über den Ausbau eines europäischen nuklearen Schutzschildes debattieren. Das ist zwar auch Aufrüstung, aber durch den Kalten Krieg eben als besser funktionierend belegt als konventionelle Aufrüstung.

    Die hybride Kriegsführung ernstnehmen.

    das Militär wenigstens einigermaßen zu demokratisieren

    Ja, wenn wir das nicht anders schaffen als per Wehrdienst? Ähm, dann will ich noch weniger Militär. Das ist ja auch imner, was mich stark umtreibt. Solange wir am Rande einer AfD Regierung wandeln, ist es ja richtig dumm aufzurüsten…da stellen wir Putin ein schlüsselfertiges, großes Militär hin, dass der einfach übernimmt? Weiß ich nicht.