Kausalität : Wenn man aufgeputscht ist, reagiert man schneller gereizt, sagt Dinge extremer, als man eigentlich meint. Darauf folgt die nachträgliche Rationalisierung: Man denkt sich Gründe aus, warum man „natürlich völlig im Recht“ war. So bleiben Fronten verhärtet, nicht weil die Themen unlösbar wären, sondern weil Kaffee unseren Kopf beim Streiten austrickst.
Erst “nüchtern” kommt rachträglich die eine oder andere Einsicht.

Korrelation: Oft stelle ich selbst nach einem Streitgespräch fest, dass wir dabei ziemlich viel Kaffee getrunken hatten. Aber auch der Kaffeekomsum in ganz Deutschland steigt, während die Spaltung ebenfalls zunimmt.
Ich vermute, der politische West-Ost-Gradient korreliert auch mit dem Kaffeekonsum. Im Osten ist ständig verfügbarer Kaffee (sprich >3,0 Tassen am Tag) erst seit einer Generation üblich, sodass sich die (Gesprächs-)Kultur vielerorts verglichen mit NRW (>4,0 Tassen) noch nicht auf hitzigere Köpfe einstellen konnte.

Fazit : Kaffee trägt Mitschuld. Wir sollten wieder runterkommen davon.

Wo liege ich falsch?

  • Hubi@feddit.org
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    1 year ago

    Kann nicht relatieren. Ich trinke weder Kaffee noch Energydrinks und streite mich trotzdem.

    • ComfortableRaspberry@feddit.org
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      1 year ago

      Bin im selben Boot. Wenn ich Mal Schwarztee trinke kann ich aber nicht so gut schlafen. Bin dann noch müder und deshalb schlecht gelaunt, was durchaus zu mehr Streit führen kann!

  • Teppichbrand@feddit.org
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    1 year ago

    Ich habe vor Jahren mal eine Studie gelesen, in der bestätigt wurde, dass Kaffee entspannt und kompromissbereit macht. Das ist bei uns seitdem so ein Dauerwitz:
    “Trink erst mal einen Kaffee, dann reden wir weiter.”
    Ich kann die Studie jetzt gerade nicht mehr finden, bin mir aber sicher, dass sie seriös war und existiert hat. :)

    Anderes Thema:
    Wir bestellen ihn zusammen mit Bohnen, Nudeln und Dosentomaten immer beim Café Libertad Kollektiv

  • aaaaaaaaargh@feddit.org
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    1 year ago

    Du machst den Fehler, einen Sachverhalt aus deiner Einzelfallbeobachtung abzuleiten und zu verallgemeinern, um daraus eine Kausalität abzuleiten, was deine komplette Schlussfolgerung ungültig macht.

    (Ohne Kaffee geschrieben)

    • web suffer@piefed.socialOP
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      1 year ago

      Ich habe Indizien zusammengetragen. Zu manchem habe ich Statistiken gefunden, deren Unabhängigkeit ich wiederum nicht prüfen konnte.

      +1Δ für diese Kritik

  • Zwuzelmaus@feddit.org
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    1 year ago

    Korrelation: Oft stelle ich selbst nach einem Streitgespräch fest, dass wir dabei ziemlich viel Kaffee getrunken hatten.

    Das kann eine Korrelation sein, aber man kann genausogut selektive Wahrnehmung vermuten. Hast du mal versucht, die Beobachtung zu objektivieren?

  • Damarus@feddit.org
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    1 year ago

    Ich weiß nicht so recht. Das klingt erstmal schlüssig, aber ich bin deutlich reizbarer wenn ich müde bin. Mehr als zwei Tassen Kaffee am Tag trinke ich aber auch nicht, und das ist schon viel für mich. Wahrscheinlich gibt es, wie bei so vielem, eine goldene Mitte.

    • web suffer@piefed.socialOP
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      1 year ago

      Es gibt (leider) einen “Betriebspegel”, das stimmt. Erfahrungsgemäß verleitet aber das Trinken in Gesellschaft (im Gespräch) dazu, den Pegel eher zu überschreiten als allein im Büro.

  • ISOmorph@feddit.org
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    1 year ago

    Ich finde du solltest in deiner Hypothese hinterfragen, ob Kaffee wirklich aufputscht.

    Ich war sehr lange Kaffeetrinker und hab es aber nun seit einigen Jahren ersatzlos aufgegeben. Wenn ich jetzt Kaffee trinke, putscht es tatsächlich auf, und ich lauf rum wie auf koks. Damals, war der Kaffee die Voraussetzung um überhaupt zu funktionieren, sprich ohne Kaffee war ich runtergeputscht.

    Meine Hypothese wäre also, dass die Anwesenheit von Kaffee im System kein Einfluss auf das Verhalten von Kaffeetrinkern hat, sondern eher dessen Abwesenheit. Nur bei nicht-Kaffeetrinkern ist es andersrum.

    Meine Conclusio wäre also die gleiche wie deine, aber aus anderen Gründen. Kaffee ist nur nützlich, wenn es gezielt konsummiert wird. Somit sollte jeder idealerweise den Konsum stark einschränken. Kaffee als Genussmittel sollte nur Koffeinbefreit konsumiert werden.

  • Feddinat0r@feddit.org
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    1 year ago

    Ich bin definitiv TeamTee, aber ich bin so extrem faul, SenseoPadKaffee geht einfach schneller und einfacher

  • web suffer@piefed.socialOP
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    1 year ago

    Relevante Sternstunde zum Thema externe Beeinflussung der Gefühle (wie unangemessene Wut im Streit):

    Sternstunde Philosophie: Die Macht der Gefühle – von Angst bis Zorn

    Episode webpage: https://www.srf.ch/audio/sternstunde-philosophie

    Media file: https://download-media.srf.ch/world/audio/Sternstunde_Philosophie_radio/2025/06/Sternstunde_Philosophie_radio_AUDI20250531_NR_0016_887c52fab8194376a5da763a1a325f77.mp3?d=ap&assetId=5400a8e3-c257-3bc4-a27a-aad5e1709c70

  • ominous ocelot@leminal.space
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    1 year ago

    Ja, durchaus möglich. Nein, nicht falsch. Das Puzzle hat noch mehr Teile vermute ich.

    Ich verorte es bei den Aspekten persönliches Stresslevel und ob man gerade empathisch agieren kann oder nur bei sich ist. Sympathie / Antipathie. Recht haben wollen, statt Kompromissbereitschaft ist eine innere Einstellung und wird auch durch die eigene Persönlichkeit mitgeprägt. Die eigene Stimmung (freudig oder überfordert) hat nen Einfluss.

    Kaffee… Besser wäre es ohne. Dann müsste ich aber abends/ nachts abeiten. Das machte die Zusammenarbeit und Terminfindung komplizierter.