Ein Video von Der Dunkle Parabelritter, das sich mit der zunehmenden Abo-isierung von digitalen Diensten beschäftigt.
Der Markt hat sich entschieden, trotz immer mehr Anbieter die immer teurer werden, sehe ich keine Änderung im kaufverhalten. Buy and own Medien wie DVDs werden nicht gekauft, einfach weil Siri perfekt mit Netflix kompatibel ist und halt noch nicht die DVD einlegen kann.
Sehe ich ganz ähnlich: Es wird immer weniger auf BlueRay oder DVD angeboten (insbesondere neuere Sachen), und Streaming ist einfach weniger Aufwand. Ich glaube auch, dass die Masse sich weiterhin mit enshiffiziertem Streaming abfinden wird, und Piraterie auch ein gewisses technisches Verständnis voraussetzt (z.B. das Einrichten eines VPN und andere Maßnahmen). Vielen ist es diesen Aufwand nicht wert. Die meisten Quellen sind auch schon lange versiegt (wie z.B. Megavideo oder Kino(x).to und andere damals bekannte Portale, die die Piratierie convenient gemacht haben).
Ich halte es für sehr wichtig und erstrebenswert, die Produkte, welche man käuflich erwirbt, auch zu besitzen. Dann ist man nämlich unabhängig von Anbietern, die Serien und Filme wieder aus dem Sortiment nehmen können, sei es aus monetären Gründen oder aus vorauseilendem Gehorsam, wenn Inhalte möglicherweise plötzlich als kontrovers gelten. Auch bei einem Ausfall des Internets kann man dann auf die eigenen erworbenen Dinge zurückgreifen.Was in dem Video vor allem deutlich wird, ist die enorme Summe der einzelnen Abos, die für sich gesehen nicht wehtun: Hier mal 10 Euro, da mal 12 Euro usw. Am Ende ist man bei mehreren hundert Euro im Monat - und zwar nicht für die tatäschlich konsumierten Inhalte, sondern für die Option auf Zugang zu den Inhalten.
Was man aber auch nicht vergessen darf, nicht jeder hat den Platz für eine Sammlung von physikalischen Medien, in einem Wohnungsmarkt wo der Platz jährlich schrumpft. klar könnte man die auch weiter verkaufen, aber wer in einer 30m² Wohnung lebt wird selten dafür die Zeit haben, und sich jeden Monat 3-4 Filme holen oder ne Serienbox, dafür kann man sich schon wieder 2-3 streaming Dienste leisten. Der Besitz von phisykalischen Medien wird langsam zum Privileg der Leute mit entsprechenden Wohnraum. wollte letztens ein Schreibtisch spenden, annahme verweigert weil zu groß, sie meisten die gebrauchte Möbel kaufen haben kein Platz für größere Möbelstücke in den letzten 5 Jahren.
Ich bin aktuell dabei meine recht große BR/DVD Sammlung in Ordner zu archivieren. Man muss dafür aber 1. von dem Gedanken weg kommen dass die Hüllen etwas wert sind (Wiederverkauf bringt eh nichts ein) und 2. ein Indexierungssystem nutzen, sonst sucht man sich nachher tot, weil alphabetische Sortierung in Disk-Ordnern sehr unpraktisch ist.
Langfristig könnte ich mir eine digitale Archivierung vorstellen, mit Jellyfin & Co.
Beim digitalisieren hat man wieder das Problem das die gekauften Produkte oft ein Kopierschutz haben, da muss man wieder technisch versiert und gut frisiert sein diesen zu umgehen und teilweise gibt’s auch dafür bezahl Software. Hier zeigt sich auch deutlich der Kunde der zahlt muss mit den Einschränkung Leben - Kopierschutz und häufig fehlende Sprachen /Untertitel. Der Raubmordkopierer muss mit diesen Einschränkungen nicht leben.
Es fehlt leider echt an Filmen auf Deutsch im Piratenraum. Oder generell überhaupt online, archiviert, irgendwo.
Bin seit Ewigkeiten auf der Suche nach Pumuckl, ohne Archive.org gäbe es keine hochauflösenden Filme oder Hörspiele. Dank denem gibt es aber Torrents mit 1a Qualität.
Von einigen neueren Folgen fehlt aber auch jede Spur. Evtl schau ich mal in ner Bücherei
Ich bin vor einiger Zeit in die Welt des Usenet eingetaucht, da habe ich nur sehr selten Probleme, Filme oder Serien auf deutsch zu finden
Nice! Tipps für den Einstieg?
Generell kann ich diesen Guide zum Einstieg empfehlen: Github - Usenet Guide Außerdem würde ich mal bei !usenet_invites@lemmy.dbzer0 schauen, ob jemand Einladungen zu einem Indexer wie DrunkenSlug vergibt. Oder einen WANTED-Post reinstellen und hoffen, dass jemand Nettes dir was abgibt. DrunkenSlug hat viele deutsche Inhalte. Wenn du erstmal nur ausprobieren möchtest, ob das Usenet generell was taugt, kannst du den Zugang dann auch ohne Premium nutzen, bist halt aber in deinen täglichen Suchanfragen und Pulls limitiert (reicht aber zum Testen voll aus). Dann brauchst du noch einen Provider, der dir Zugriff auf das Usenet gibt. Ich habe mit eweka gute Erfahrungen gemacht, die bieten soweit ich weiß auch Probemonate an. Und einen Downloader wie nzbget oder sabnzbd brauchst du auch noch. Ansonsten ist das Internet voll von Tutorials, wie du radarr und sonarr entsprechend einrichten kannst :)
Ich dachte wegen dem Titel erst, dass es um die Partei ging…
Die Piraten kommen erst dann wieder zurück wenn sie kompetente Personen in Führungspositionen haben.
Also frühestens in 1000 Jahren.
Video nicht geguckt, weil Parabelritter meh, aber was für eine Überraschung… Wer sein ohnehin schon unattraktives Bezahlmodell (kein Besitz, monatliche Abos) dann noch bis zum abkotzen enshittified, mit DRM das nur auf gewissen Geräten läuft, die von heute auf Morgen support verlieren können, mieser Qualität, nur eingeschränkter Auswahl, hohen Preisen, der braucht sich nicht wundern wenn die Leute zur omnipräsenten Alternative greifen. Ihr hattet nur vorübergehend Erfolg weil ihr mal kurzzeitig die bequemste Option wart, denn ein bisschen Momentum, aber langsam zahlen nur noch die Masochisten.
Ich persönlich habe Netflix & Co. noch keinen müden Cent gegeben. Für DRM zahle ich nicht. Gebt mir legale, DRM-freie Downloads in guter Qualität für einen vernünftigen Preis und ich zahle gerne. Mache ich so bei Spielen*, Musik und Ebooks.
*) Ich finde hier DRM akzeptabel wenn ein gewisses Vertrauen aufgebaut wurde, das DRM absolut unbemerkt verbleibt und überall läuft wo auch die Spiele laufen. Steam (und technisch gesehen sogar Epic, aber die bekommen trotzdem nix) erfüllt das. Würde ich prinzipiell auch bei anderen Medien unter diesen Bedingungen dulden, aber halte ich für technisch nicht machbar.
Bei Musik Bandcamp oder hast du einen guten anderen Tipp?
Hauptsächlich sammle ich CDs die ich dann zum Hören verlustfrei auslese und mit Musicbrainz Picard tagge. Bandcamp hab ich aber auch schon paar Sachen gekauft die es nur dort gibt, z.B. Lazerhawk oder Deus Ex Conspiravision, letzteres sogar auch als CD. Letztlich sind bei Musik aber eigentlich alle Kauf-Downloads DRM-frei, also selbst wenn du bei Amazon kaufst usw. (Apple weiß ich jetzt nicht) und selbst MP3s haben mittlerweile alle so hohe Qualität, dass da niemand einen Unterschied hören wird. FLAC mach ich nur wegen Archivierung.
Zum stöbern und Kaufen nehm ich Musicbrainz und Discogs, zum Probehören vor dem Kauf Youtube, weil ich sehe nicht ein für sowas wie Spotify wieder Geld für nichts rauszuwerfen.
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Bei mir ist Spotify das letzte As a Service Ding, das muss noch weg.
Ist das nicht der Clown der früher irgendwelche faxen mit dem Drachenlord gemacht hat?
Naja, er hat ihn mal besucht und interviewt. War jetzt nichts Krasses. Glaube auch nicht, dass er sowas heute noch machen würde.
Ich hab zufälligerweise diesen Monat all meine Abos bis auf Jetbrains gekündigt. Fühlt sich gut an und ist zur Nachahmung empfohlen.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich auch nicht piratisiere, Open Source und geringem Film- und Serieninteresse gedankt.
Jetbrains
Das lasse ich schön brav meinen Arbeitgeber bezahlen. :D
Ich auch. Das bin dummerweise auch ich.








