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Mit “CDU pur” sei “eine Linie verkauft worden, die maximal hart und kantig sein soll”, schrieb Radtke. Damit habe Merz die Partei aber zu einseitig konservativ aufgestellt, zu Lasten der liberalen und christlich-sozialen Strömungen in der Partei.
Radtke beklagte, dass der Sozialflügel zum Schaden der ganzen Partei in der Merz-CDU marginalisiert worden sei: “Wer das christlich-soziale Element als Gedöns und seine Vertreterinnen und Vertreter zu Nervensägen erklärt, geht konsequent am Kern und am einstmaligen Erfolgskonzept von Christdemokratie vorbei.”
Dem Anspruch, “die Partei der fleißigen Menschen” zu sein, “werden wir als Partei aktuell erkennbar nicht gerecht”, kritisierte Radtke. “Wenn 70 Prozent der Wählerinnen und Wähler, die wir in Sachsen-Anhalt verloren haben, sagen, dass die CDU sich nicht um Arbeitnehmer kümmert, dann müssen die Alarmglocken schrillen.”
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Blüm hatte immerhin die Funktion des Feigenblatts. Ansonsten muss ich aber, auch wenn er mir selbst für einen CDA-Vertreter zu neoliberal ist, Radtke da zumindest in Schutz nehmen: Seit Merz sich Linnemann an die Seite geholt hat und mit ihm den Sozialabbau zum Kernthema gemacht hat, nimmt Radtke Merz wie kein zweiter mit höherem Posten in der Union öffentlich in die Zange. Was längst so weit geht, dass die inzwischen anscheinend nur noch über- und nicht mehr miteinander reden.
Und das eben schon, bevor es en vogue war, im Kanzlerwahlverein gegen Merz zu schießen.