

Bizarr, dabei ist der Iran ein Verbündeter von Russland.


Bizarr, dabei ist der Iran ein Verbündeter von Russland.


Haha, danke, für Einstellung mache ich mir auch zu Eigen.


Dass diese Deppen sich auch noch immer dabei erwischen lassen.
Immerhin bin ich beeindruckt, dass ich erst jetzt davon höre und wir nicht drei Wochen lang in alten Talkshows über die Gefahr linksextremer Gewalt diskutiert haben. Die Medien scheinen langsam dazu zu lernen.


Ja, okay, du willst es einfach nicht verstehen. Du pickst dir einfach nur raus was dir passt. Die 10% ärmsten sind nicht die ärmsten Städte. Das hat einfach nix miteinander zu tun.


Also soll es dann doch so eine Art Stichtagsregelung geben? Und aktive Beamte kriegen eine anteilige Pension für die Ansprüche, die sie schon haben und dann noch eine kleine Rente für die handvoll Rentenpunkte die ab dann noch erzielt werden?
Ja, ist total üblich bei dem Thema. Vielleicht sogar eine Stich-Generationen-Regelung. Die Verschiebung des Renteneintrittsalters trifft ja auch nur die jüngeren Generationen.
Kann man natürlich so sehen, aber damit hinterfragt man in meinen Augen das komplette Konzept des Beamtentums.
Ja, das stimmt schon. Auch das Streikverbot für Beamte ist ja eigentlich ein ziemliches Unding. Die Frage ist ob Beamtentum überhaupt noch in unsere Zeit passt. Aber dann darf sich der Staat auch nicht beschweren wenn Lokführer*innen und Lehrer*innen streiken, wenn sie nicht mehr verbeamtet werden.


und zwar auch rückwirkend für die Pensionsansprüche, die ich bereits erworben habe
Ich glaube nicht, dass irgendwer bisher vorgeschlagen hat Pensionsansprüche rückwirkend abzuwerten.
in den meine Steuern genauso einfließen wie die von allen anderen und von denen ich nichts jemals zurück bekommen werde.
Das ändert sich ja, wenn Beamte Teil der allgemeinen Rentenkassen werden.
Ansonsten hast du natürlich Recht, dass es dann im Gegenzug bessere Gehälter braucht. Aber das ist doch am Ende besser als die Spezialstellung von Beamten.


Gegenüber den ärmsten 10% halt schon.
Nein. Auch die ärmsten 10% im Osten sind ärmer als die ärmsten 10% im Westen.
Du willst einfach krampfhaft eine Ungerechtigkeit unsichtbar machen, indem du willkürlich einzelne Gegenbeispiele herauspickst. Das ist als würdest du behaupten es gäbe keine soziale Benachteiligung von Frauen* gegenüber Männern, weil Akademiker*innen wohlhabender sind als obdachlose Männer. Das ist einfach ein durchschaubarer Trick.
Und im eigentlichen Kern geht es doch um den ungleichen Wohlstand und nicht um die Lage oder die Historie.
Es geht um die Ungleichheit aufgrund von Lage, Historie, Ethnie, Geschlecht, Verortung im Produktionsprozess, usw. usf. All das ist wichtig.
Ist halt auch ein statistischer Fakt.
Nein. Du hast dir da einfach nur eine Kennzahl rausgepickt, nämlich die Zahl der Armutsgefährdeten. Und das auch noch nur im Vergleich zu einer der “reichsten” Städte des Ostens. Hier mal eine andere Kennzahl: “In Köln liegt der Einkommens-Median der Haushalte bei 2.119 Euro netto im Monat.”. In Leipzig bei 1 731 Euro (2023). (Vergleich für das Ruhrgebiet 1667€ vs. Leipzig 1438€ in 2019) Das ist aber wie gesagt auch vollkommen unerheblich für die Frage ob Ossis in diesem Land benachteiligt sind, dafür zählt nur der Vergleich Ost <-> West.


Irgendwie rede ich gegen eine Wand. Selbst WENN der Ruhrpott ärmer wäre als der Osten, dann ändert das doch trotzdem nichts an der Benachteiligung der Ossis gegenüber den Wessis. Du kannst ja gerne eine weiter Kategorie “Ruhrpott” vs. der Rest der Republik aufmachen aber das ändert einfach nix.


natürlich ist Wohneigentum kein brauchbarer IndikatorDas war doch dein Argument, welches ich bloß aufgegriffen habe? Wenn die Zahlen dir nicht gefallen ist es auf einmal wieder kein brauchbarer Indikator?
Hmm, jetzt weiß ich nicht ob du mich nicht verstehen willst. Ich habe gesagt Wohneigentum ist kein brauchbarer Wohlstandsindikator, wenn man städtische und ländliche Gegenden miteinander vergleicht. Das sollte ja jedem einleuchten. Ohne die verzerrende Dimension Stadt/Land ist es aber natürlich sehr wohl brauchbar. Wohneigentum hatte ich aber vor allem deshalb aufgeführt, weil du behauptet hast es gäbe nur in 25% der Familien im Ruhrpott Wohlstand. Die Eigentumsquote von 25% widerspricht dem aber ja deutlich.
Was du machen kannst ist Ruhrpott mit Städten im Osten zu vergleichen. Da kommst du aber genau auf das selbe Missverhältnis. In meiner Heimatstadt Leipzig ist die Wohneigentumsquote mit 13% halb so groß wie im Ruhrpott.
Einfach den Durchschnitt über ein riesengroßes Gebiet zu nehmen und derart zu pauschalisieren ist absoluter Bullshit.
Es ist gar kein Bullshit. Es macht eine wesentliche Dimension der Ungleichheit in diesem Land sichtbar, die nur all zu gern übersehen (oder wie hier sogar abgestritten wird). Es gibt auch ein wesentliches Gefälle beim Wohlstand zwischen Frauen* und Männern. Sollen wir das auch ignorieren, weil es weibliche Millionärinnen und männliche Obdachlose gibt? Die Feststellung, dass Ossis systematisch benachteiligt werden widerspricht doch in keiner Weise dem Einzelfall, dass es bestimmte Wessis gibt die ärmer als bestimmte Ossis sind. Auch wenn das auf keinen Fall “große Teile im Westen” betrifft.


Das Ruhrgebiet ist eine Metropolregion, Brandenburg ein Flächenland, natürlich ist Wohneigentum kein brauchbarer Indikator für Familienwohlstand im direkten Vergleich. Vergleich doch einfach mal Ost- und Westdeutschland, statt die Diskussion mit herausgepickten Dimensionen zu verzerren:
"Westdeutschland: Das durchschnittliche Nettovermögen liegt deutlich höher als in Ostdeutschland. Aktuelle Studien zeigen, dass das durchschnittliche Nettovermögen in Westdeutschland bei etwa 170.100 Euro (Ost) bzw. 364.900 Euro (West) liegt. Der Median (also der Wert, der die reichere von der ärmeren Hälfte trennt) ist jedoch deutlich niedriger und liegt in Westdeutschland bei etwa 60.400 Euro (Stand 2014, neuere Daten bestätigen weiterhin eine ähnliche Relation) boeckler.de+1.
Ostdeutschland: Das Medianvermögen liegt bei etwa 26.000 Euro (2017) boeckler.de. Die Unterschiede sind auch altersabhängig: Bei jüngeren Haushalten ist die Differenz geringer, bei älteren Haushalten deutlich größer bpb.de."
Weder eine Land-/Stadt-Ungleichheit, noch eine Migrantisch/Biodeutsch-Ungleichheit, noch eine Kapitalismus-Ungleichheit ändern das Geringste an der Tatsache, dass Ossis gegenüber Wessis benachteiligt sind. Und du weißt doch genau, dass wir uns nicht an “Himmelsrichtungen” aufhängen, sondern an den Kategorien ehemaliger DDR-Bürger*in und Nachkommen vs. BRD-Familiengeschichte.
Was fällt es dir denn so schwer diese Fakten einfach einzusehen? Wenn dich soziale Ungleichheit wirklich interessiert, dann kannst du nicht einfach so tun, als ob bestimmte Gefälle nicht existieren. Und wenn du das doch tust, dann wunder dich nicht, dass du “die Ossis” nicht verstehst.


In 1% der Familien gibt es Wohneigentum?


Du konterst hier statistische Tatsachen mit anekdotischer Evidenz. Die meisten (biodeutschen) westdeutschen Familien haben anderen an der ein oder anderen Ecke den ein oder anderen Wohlstand gebunkert. Sei es das Häuschen der Oma, ein halbwegs gefülltes Konto oder ein halbwegs finktionierender Handwerksbetrieb. Natürlich gibt es auch einen guten Teil (vielleicht ein Drittel?) bei dem das nicht so ist. Trotzdem ist der Kontrast zu ostdeutschen Generationenvermögen krass.
Und die Schere zwischen Biodeutsch und Migrant*innen oder Kapitalist*innen und Arbeiter*innen etc. machen diese Tatsache nicht ungeschehen.


Hmm, naja, sie haben alle demokratischen Parteien mit Getränken gesponsert. Ist jetzt nicht links aber auch nicht wirklich einen Aufreger wert.


Aber nach dem, was mir meine Eltern und Großeltern so erzählt haben, hat eine Entnazifizierung eigentlich nur zum Schein stattgefunden
Das kommt drauf an was man damit meint. Ideologisch ja, praktisch ist das Gegenteil der Fall. In der DDR wurden Nazi-Funktionsträger fast vollständig und rigoros aus allen gesellschaftlich verantwortungsvollen Positionen enthoben. Das ging so weit, dass teils völlig unqualifizierte Menschen zu Lehrern umgeschult werden mussten, weil es so wenig unbelastetes Personal gab.
Im Westen waren fast alle Behörden und die ganze Wirtschaft sowieso fast ungebrochen weiter von Nazi-Spitzenpersonal durchsetzt.


Das sagt sich einfach als Wessi. Als Ossi ist man durchaus mit der Realität konfrontiert, dass man für die selbe Arbeit weniger Lohn und weniger Rente bekommt als ein Wessi. (Nord-/Süd-Gefälle gibt es auch aber der Bruch Ost/West ist krass). Ossis sind in allen gesellschaftlichen Bereichen von Spitzenpositionen weitestgehend ausgeschlossen. Ostdeutsche Minister sind extrem rar gesäht. Das Kollegium ostdeutscher Unis besteht weitestgehend aus Wessis. Behörden werden fast ausschließlich von Wessis geleitet. Ostdeutsche können auch auf keinen Generationen-alten Familienwohlstand zurück blicken, wie die meisten (sic) Wessis, sondern haben 1989 praktisch bei Null angefangen im Kapitalismus-Game. Fast alle Miet-Immobilien in ostdeutschen Städten gehören Wessis.
Und das von der flächendeckenden Zerschlagung der ostdeutschen Wirtschaft und der Zerstörung der meisten Arbeitsbiografien unserer Eltern ganz abgesehen.
Das rechtfertigt natürlich nicht dieses faschistisch-rassistische Gebahren. Aber so zu tun als würde Ost- und Westdeutschland keine Rolle spielen und die “Spaltung” endlich begraben werden, kann man sich halt nur leisten, wenn man Wessi ist.


Die machen damit halt eine Bonitätsabfrage bei der Schufa.


Ich hatte auch zuerst einen Datenleck bei SIMon mobile im Verdacht. Allerdings habe ich zuletzt auch noch eine maßgeschneiderte Phishing-E-Mail für meine korrekte Krankenkasse bekommen. Ich wüsste nicht wie die Betrüger die erfahren könnten, aus dem Zugriff auf meinen Mobilvertrag-Account. Darum kann ich mir vorstellen dass irgendwo anders ein größeres Datenleck über mich aufgetreten ist. Ich wüsste aber nicht wo…


Ich verstehe auch nicht wie Drillisch da seine Verträge abschließt. Alles was man braucht sind die korrekte Name und Adresse einer kreditwürdigen Person (die Telefonnummer war wahrscheinlich noch nicht mal nötig, lässt sich auch am schwersten für Drillisch auf Plausibilität überprüfen) und Drillisch schickt Artikel im Wert von 2000 Euro los? Noch dazu an eine ganz andere Adresse und Namen.


Ja klar, gerne, freut mich wenn möglichst viele das ein oder andere daraus lernen.
Da singst du das Lied der privaten Versicherungskonzerne. Historisch ist die Behauptung falsch. Tatsächlich hat ist der Wert der Rentenpunkte sogar schnelle gestiegen als die Inflation, in den letzten Jahrzehnten. Und sogar der demografische Wandel wird durch staatliche Steuerzuschüsse zur Rente aufgefangen. Pensionsansprüche wurden meines Wissens auch nie entwertet.
Natürlich kann es durch den demografischen Wandel zu Rentenverlusten kommen aber wenn man die Empirie anlegt ist Angst vor einer staatlichen Entwertung der Rente vollkommen unbegründet.
Oder an welche Anlagen denkst du da?