Grün-Schwarz will in Baden-Württemberg als erstem Bundesland doppelte KI-Videoüberwachung ausrollen: Kameras, die Menschen auf verdächtiges Verhalten überprüfen und sie gleichzeitig mit Gesichtserkennung analysieren. In Mannheim und zwei weiteren Städten soll das Pilotprojekt starten.
Ein weiteres Problem ist meiner Meinung nach, dass wir ja schon alle umfangreich auf Kameras überwacht werden. Aber dass daraus dann viel zu selten etwas passiert. Da wird dann am Bahnhof dein Fahrrad geklaut. Der Fahrradständer ist auch videoüberwacht. Aber es ist nicht so, dass dann wirklich groß ermittelt wird und ein Videobild des Täters rausgesucht würde. Oder gar, dass dann vielleicht gar geguckt wird, ob der Täter zum Tatort zurückkehrt, um weitere Fahrräder zu klauen.
Der ganze Überwachungsapparat hängt irgendwie so konsequenzlos herum. Du wirst überall gefilmt, aber es ist ja nicht so, dass jemand dann dahinter sitzt und zum Beispiel darauf achtet, ob stadtbekannte Taschendiebe in die Bahn einsteigen. Oder gar, dass jemand schaut, was passiert, wenn eine Horde Fußballfans in den Bus einsteigen.
Die allumfassende Überwachung ist ein populistisches Feigenblatt, um die zunehmende Lähmung der Strafverfolgungsbehörden durch Personaleinsparungen und ausufernde Bürokratie (beides politisch gewollt) zu kaschieren.